TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest

TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest Cover

Tinker Bell and the Legend of the NeverBeast, Steve Loter, USA 2014
Kinostart: 30.04.2015, DVD/BD-Start: 08.10.2015

In „TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest“, dem bereits sechsten Animationsauftritt von Disneys Haus-und-Hof-Fee – entstanden im gleichen Jahr wie Teil 5, „Tinkerbell und die Piratenfee“ -, stützt sich Steve Loter (der sämtliche „Kim Possible“-Einsätze leitete) auf Motive aus „Die Schöne und das Biest“. Die tragische Freundschaft fürs Leben zwischen süßer Girlie-Fee und grunzendem Fell-Gigant wurde von Jon Lasseter produziert und dreht sich witzig und zu Herzen gehend um die Frage, ob das fremde Wesen ein Weltenzerstörer oder der Auenlandretter ist.

Tinkerbell selbst fungiert nur als Nebenfigur, überlässt als beste Freundin Fawn das Feld, im Original ideal von Ginnifer Goodwin intoniert – der deutsche Charaktername heißt, warum auch immer, Emily. Die hilfsbereite, sommersprossige Brünette flattert frech herum und schmuggelt schon mal Feen-Fresser, nämlich Baby-Falke Hannah ins Pixie-Hollow-Tal, was flauschige Kanickel und bunte Singvögel akut bedroht und die Sicherheits-Chefin der Wächter-Feen, Nyx (Rosario Dawson), herausfordert.

Lehrt die Liebe zu einem Monster

Wie Fawn/Emily auf ein Röhren in einer Höhle hin ein scheu-knurriges Bison-Hund-Ungeheuer entdeckt, ihn Gruff tauft, kuschelige Freundschaft schließt und an das Gute glaubt, während Nyx ihn als das NimmerBiest identifiziert, dessen Blitzstürme die Apokalypse ihrer Idylle einläuten sollen, ist niedlich, doch nie kitschig und umarmt unerschrocken jede Gefahr. Das erfüllt zwar alle Anforderungen eines Family Entertainments für 7-jährige Mädchen, ist aber für alle Altersklassen genießbar. Fairy-Fun und flockige Action lehren die Liebe zu einem Monster, das eine raue Kinderzimmer-Kompatibilität aufweist.

„TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest“ trägt einige Züge von „Der Gigant aus dem All“ als Fantasy mit hübschen Licht-Effekten, ohne den tragischen Gehalt zu vergessen, übersetzt in ein Abschiedsgeleit zum Winterschlaf. Und „Wo die wilden Kerle wohnen“ ist auch hier nicht spurlos vorüber gegangen, mit einem riesigen Gulliver, bei dem lange in der Schwebe bleibt, ob sein Plan Verhängnis verheißt und er selbst unkontrollierbar wird. Die kleine herzerwärmende Fabel über außergewöhnliche Vertrauensverhältnisse bündelt in nur 76 Minuten (von denen acht für den Abspann reserviert sind) ihren Dank an alle Schutzmonster und die Botschaft, mit Mut statt Angst das Richtige zu tun.

Caroline Lin

imdb ofdb

Ein Gedanke zu „TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest“

  1. Ich muss sagen, die „Tinkerbell“ Filme haben mich ziemlich überrascht. Keiner ist wirklich überragend, aber sie waren alle unterhaltsam und im Großen und Ganzen sehr viel sehenswerter, als es günstig produzierte Trickfilme für kleine Mädchen normalerweise sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.