Scouts vs. Zombies

Verdammt, die Zombies kommen! Und drei sympathische Nerds retten den Tag in einer blutigen Zomcom mit Bad-Taste-Humor

Scouts vs. Zombies Cover

Scouts Guide to the Zombie Apocalypse, Christopher Landon, USA 2015
Kinostart: 12.11.2015, DVD/BD-Start: 24.03.2016
Story: Just als ein beißwütiger Untoter aus dem lokalen Versuchslabor ausbricht und die Zombie-Seuche verbreitet, beziehen die Schüler Ben, Carter und Augie ihr Pfadfindercamp. In der evakuierten Stadt suchen sie mit Stripperin Denise nach Carters Schwester, bevor das Militär ihr Fleckchen flächenbombardiert.
Von Gnaghi

Wahrscheinlich exorziert Christopher Landon, Sohn des religiös missionarischen Michael Landon („Ein Engel auf Erden“), seine Kindheit, indem er Geister toben und Teufel tanzen lässt: Sein Latino-Spin-Off der erfolgsträchtigen „Paranormal Activity“-Reihe amalgamierte neulich schon gekonnt Horror mit Humor; ein paar Schritte weiter geht „Scouts vs. Zombies“, der reichlich Slapstick, Splatter und Slacker-Gross-Out-Gags auffährt.

Gewiss zeigt der rotzfreche Splatterspaß nichts, was man nicht schon aus „Zombieland“ oder „Shaun of the Dead“ kennt, reicht aber mehrfach an die schrulligen Groteskspitzen von Letzterem heran. Daneben umarmt Landon die Halbwüchsigen-Kalamitäten und Fäkalgags eines Judd Apatow aus ganzem Herzen: untote Brüste begrapschen, perverser Oralsex, Toilettenbesuche und Schniedel-Belastungstests loten echte Ekelgrenzen aus.

Mit Gespür für Timing und Tonfall

Mehr noch als die sauberen Gore-Effekte, angelehnt an frühe Exzesse von Sam Raimi (speziell „Tanz der Teufel 2“) und Peter Jackson (dessen Finale von „Braindead“ zitiert wird), die aber lange nicht so weit gehen. Dafür verbindet „Scouts vs. Zombies“ Blutzspritz-Horror, Teeniekomödie, Coming of Age und Thriller variabel und kompetent, immer mit Gespür für Timing und Tonfall – was er den meisten seiner Konsorten voraus hat.

Natürlich ist nicht jeder Gag ein Treffer, die Britney-Spears-Karaoke mit Creep bedient die grölende Fankurve dergleichen Nerds, die hier porträtiert werden; aber das liebenswert und sympathisch: Tye Sheridan aus „Mud“ ist echt süß, Logan Miller („Party Invaders“) spielt das notgeile Hormonopfer, Sarah Dumont („Don Jon“) das T&A-Babe mit Herz. Abwechslungsreichtum und Vergnüglichkeit passen im knuffigen Monstermovie.

imdb ofdb

2 Gedanken zu „Scouts vs. Zombies“

  1. Ja – definitiv. Hat in der vorliegenden Form aber auch etwas Unterhaltsames 😉

  2. „Scouts vs. Zombies:
    (Mehr oder minder) ähnliche Filme:
    Paranormal Activity: Die Gezeichneten
    Die Wochenstarts vom 02.01.2014
    Die Wochenstarts vom 07.11.2013
    Shaun das Schaf
    From the Dark“

    also den Algorithmus könnte man mal überarbeiten…

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