Beirut

Jon Hamm und Rosamund Pike in einem Suspense-Thrill mit Hirn und Anspruch um die verworrene (Bürger)Kriegssituation im Libanon

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Brad Anderson, USA 2018
Start: 15.06.2018 (Netflix)
Story: 1972 verlor der damalige US-Botschafter Skiles seine Frau bei einem Terroranschlag in Beirut und verfiel dem Alkohol. Als zehn Jahre später sein Freund Cal entführt wird, soll er mit der CIA-Angestellten Crowder die Lösegeldverhandlungen führen. Er trifft auf einige alte Bekannte und neue Probleme.
Von Jochen Plinganz

Tony Gilroy ist einer von Hollywoods profiliertesten Thriller-Autoren – er schrieb drei Drehbücher der „Bourne“-Reihe. Der ältere Bruder von Dan Gilroy produzierte überdies dessen hervorragendes Debüt „Nightcrawler“, mit dem sich „Beirut“ die Eigenschaft teilt, die Nacht in die Seelen der Akteure zu senken. In toll fotografierten, finsteren Interieurs vibriert die Spionagestory angemessen schummrig, zwielichtig und bisweilen morbid.

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Hereditary

Erb-Last: ungewöhnlich und atmosphärisch beängstigend aufgespannte Familienstudie, die sich zur blanken Horrorheimsuchung steigert

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aka Hereditary – Das Vermächtnis, Ari Aster, USA 2018
Kinostart: 14.06.2018
Story: Als die Matriarchin der Familie stirbt, beginnt Tochter Annie Unheimliches in ihrem Haus am Waldrand zu sehen. Ihr Mann Steve, Teensohn Peter und die kleine Charlie sind ebenfalls betroffen und geraten in den Bann eines furchterregenden Vermächtnisses, das zu einem weiteren schweren Schicksalsschlag führt.
Von Thorsten Krüger

Ari Asters Debüt „Hereditary“ wird seit seiner Entdeckung beim Sundance Festival von der Kritik gefeiert und ist, weil er eine eigentlich bekannte Geschichte auf sehr eigene, betont langsame und sperrige Art erzählt, idealer Nährboden für eine zunehmend unheimliche Atmosphäre, die sich in nacktem Grauen entläd. Trotz enttäuschendem Ende der bisher beste Horrorfilm des Jahres (in dem es freilich nur wenig Wettbewerb gibt).

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The Hurricane Heist

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Rob Cohen, USA 2018
ohne deutschen Start

„The Hurricane Heist“ verspricht mit der Verbindung Raubüberfall und Wirbelsturm, die Tagline wirbt mit „600 mio. $ stolen at 600 mph“, eine Tricktechnik-Orgie um Geldraub-Thrill auf Emmerichschen Katastrophenfilmterrain. Rob Cohens 35-Millionen-Mini-Blockbuster verdoppelt damit fürwahr keineswegs den Spaß-, sondern bestenfalls den Nonsense-Faktor (gleiche Rechnung wie bei „Jurassic World: Fallen Kingdom“ – Dinos plus Vulkanausbruch).

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